Zu sensibel für diese Welt?

Ruediger Dahlke
Depression_gross

Der Mensch des 21. Jhdt. lebt in einer Zeit, in der sich eine relativ robuste Bevölkerungsmehrheit, die das Tempo einer modernen globalisierten Gesellschaft gerade noch erträgt, von einer dafür zu sensiblen Minderheit trennt. Rechnen wir alle Kranken mit, die unter den modernen Lebensbedingungen Symptome entwickeln, ist der Anteil der „zu Sensiblen“ allerdings bereits ziemlich hoch. Die EU-Kommission verkündete bereits 2006, dass ein Viertel der EU-Bevölkerung psychiatrisch behandlungsbedürftig und dabei zu 80 % depressiv ist. Immer weniger Menschen müssen immer mehr arbeiten und immer mehr Menschen rutschen gleichzeitig in die Arbeits- und damit verbundene Wertlosigkeit ab. Arbeitslosigkeit ist eine Beleidigung für jede Seele und bahnt den Weg in die Depression. Ihre Botschaft heißt „Wir brauchen Dich nicht“ und „Du bist überflüssig“. Wer seine „Wert- und Sinnlosigkeit“ so gezeigt bekommt, der verliert die Hoffnung. Sowie den Glauben und den Willen in das Hamsterrad jemals wieder hinein zu finden, das frei nach Mark Twain unter dem Motto „Kaum hatten wir das Ziel aus dem Auge verloren, verdoppelten wir die Geschwindigkeit“ läuft.

Wer durchs Leben rast und keine Zeit mehr zum Innehalten hat, erhält auch keinen Inhalt mehr. Und ohne Inhalt wird sein Leben sinnlos. Aus Sinn- und Ziellosigkeit ergibt sich Hoffnungslosigkeit und Depression. Nur abgehärtete oder abgespaltene Menschen können das atemberaubende Tempo und seine Konsequenzen noch halten. Wer nicht mehr Schritt hält, fällt durch das größer werdende Raster einer modernen Gesellschaft, die sich anschickt, die Maschen des sozialen Netzes immer weiter zu knüpfen. So geraten wir alle in Gefahr, zu sensibel für diese Entwicklung zu sein. Das aber ist nicht nur für die Betroffenen hart, sondern auch für die Gesellschaft. Denn die Ausgemusterten, weil zu zart Besaiteten, fehlen ihr. Sie sind oft besonders einfühlsam und kreativ und könnten Wesentliches beisteuern. Wenn sie sich zunehmend in Krankheitsbilder wie Depression oder Burn out zurückziehen, ist das nicht nur teuer, sondern auch entwertend für die Gesellschaft. Denn je mehr sensible Menschen beim rasenden Fortschritt auf der Strecke bleiben und in Depressionen landen, desto weniger können sie dazu beitragen. Und desto weniger können sie dabei helfen, das allgemeine Tempo zu mindern.

Die Spuren der Seele

Eigene und fremde Hände mit „andern Augen“ anschauen zu lernen, ist das Ziel dieses Seminars zu

Atem- und Energiewoche

Wir bauen gemeinsam ein Energie-Feld, das Entwicklung und Heilung gleichermaßen fördert und uns mit

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