Körper als Spiegel der Seele

Ruediger Dahlke
Koerper_als_spiegel_gross

Jahrelang habe ich Symptome und Krankheitsbilder gedeutet und gerade erst das Nachschlagewerk "Krankheit als Symbol" um 100 Seiten erweitert. Da war es naheliegend, auch einmal die äußeren Formen des Körpers zu deuten, von der vollschlanken Figur früherer Jahrhunderte bis zur schlanken Ranke der Moderne, aber auch Einzelaspekte – von breiten Schultern bis zur Wespentaille. Figur ist auch im umfassenden Sinn zu verstehen und Nasenformen und die der Füße sind deutbar und haben Bedeutung - im wahrsten Sinne des Wortes der ganze Mensch von Kopf bis Fuß von der Farbe seiner Augen bis zur Größe der Füße. Neben dem Gewinn durch die Erkenntnis der seelischen Bearbeitungsebenen, also etwa innere Erfüllung statt äußerer Fülle beim Übergewicht, Durchsetzungsfähigkeit anstelle eines gewichtigen oder Geduld und Ausdauer anstelle eines breiten Gesäßes, erleichtern solche Deutungen, die Akzeptanz kaum beeinflussbarer mitgebrachter Aspekte der eigenen Erscheinung und eröffnen bei den veränderbaren Komponenten die Chance, bewusst in ein neues individuell angemessenes Figurmuster zu wechseln. Im Gegensatz zu rein äußerlichen Veränderungen wie Schönheitsoperationen beinhalten die von der Seele getragenen und auch die durch körperliche Maßnahmen wie Muskelaufbau angestoßenen die Chance, durch die erzielten Ergebnisse wirklich zufriedener, wenn nicht sogar glücklich zu werden.

Dazu ist es notwendig, einiges über Figuren und Proportionen zu wissen. Ober- und Unterkörper müssen etwa harmonieren, um den Eindruck von Schönheit zu vermitteln. Trotzdem wird in Fitnessstudios der Oberkörper ungleich mehr trainiert. Dass er mehr Eindruck macht, ahnen Menschen wohl seit langem. Betrachtet man die Uniformen verschiedenster Nationen, fällt die durchgängige Betonung der Schultern mittels Epauletten auf. Selbst die Hemden werden noch mit Schulterstücken aufgepolstert. Alles unter der Gürtellinie zählt dagegen weniger. Eine typische Analogie aus dem Tierreich ist Löwenmännchen mit seiner gewaltigen Mähne. Diese betont die Hauptsache, den Kopf, und reicht weit über die Schultern hinunter. Was dann noch nachkommt, ist beim männlichen Löwen nicht gerade eindrucksvoll. Der heutige Zeitgeist fördert diese Art Löwenimage. Wer aber Schönheit anstrebt, könnte sich vor jedem Training fragen, was bei ihm im Defizit und was übertrieben ist. Das Ergebnis wäre ein ausgleichendes und im Ergebnis deutlich erfreulicheres Trainingsresultat. Auch wenn sich aus allen Einzelaspekten ein Mosaik von Bildern und Deutungen ergibt, bleibt der Mensch doch immer ein Gesamtkunstwerk.

Die Spuren der Seele

Eigene und fremde Hände mit „andern Augen“ anschauen zu lernen, ist das Ziel dieses Seminars zu

Atem- und Energiewoche

Wir bauen gemeinsam ein Energie-Feld, das Entwicklung und Heilung gleichermaßen fördert und uns mit

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