Aura-Therapie
Einleitung
Die Aura-Therapie arbeitet mit dem feinstofflichen Schwingungsfeld im und um den menschlichen Körper, also mit der „Aura“ und den „Chakras“. Dies ist ein Bereich, der sich der Schulmedizin zum größten Teil entzieht. Daher möchte ich die Begriffe Aura und Chakra an dieser Stelle kurz erläutern.
Viele Menschen in unserem Kulturkreis glauben, dass nur existiert, was sie mit ihren fünf Sinnen wahrnehmen können. Nun ist man aber seit Jahrtausenden in vielen Kulturen überzeugt, dass der Körper von einer Schicht feinstofflicher Energie umgeben ist, die Aura genannt wird. Heutige Parawissenschaftler bezeichnen sie auch als elektromagnetisches Feld, Biofeld oder Bioenergie.
Die Aura zeigt nicht nur das physische und psychische Befinden eines Menschen an, sondern auch seine Gefühle, Gedanken und den Zustand seiner Organe. So kann man zum Beispiel an der Aura erkennen, ob jemand gute oder schlechte Laune hat. Die Farben ändern sich nämlich mit der Stimmung. Das gesamte Schwingungsfeld eines Menschen ändert sich, wenn sich sein Geistes- und Gemütszustand ändert. Jemand, der deprimiert ist, hat vollkommen andere Schwingungen als jemand, der glücklich ist.
Eine gesunde Aura sollte immer ganz sein, das heißt, sie sollte den physischen Körper wie eine zweite Haut umhüllen. Wenn aber irgendein körperliches oder seelisches Problem vorliegt, weist die Aura Löcher, Beulen oder schwarze, graue oder braune Flecke auf, die wie Dampf aussehen. Die Farben und die Farbmischungen in der Aura zeigen ebenso wie ihre Form an, was in dem betreffenden Menschen vor sich geht. Mit Worten kann man problemlos lügen, aber die Aura lügt niemals.
Die Aura bleibt nicht immer gleich, sondern verändert sich ununterbrochen. Es gibt aber bestimmte Grundfarben, die auf den Charakter eines Menschen hinweisen. Darüber liegen dann die Farben, die seine aktuellen Gefühle und Gedanken widerspiegeln. Jede Farbe weist auf unterschiedliche Eigenschaften hin. Auf der rechten Seite zeigen sich männliche, aktive und extrovertierte Eigenschaften, während auf der linken weibliche, passive und introvertierte Eigenschaften zu sehen sind.
Ist eine Farbe leuchtend, zeigt sie entwickelte Eigenschaften an. Ist sie aber dumpf, matt, dunkel oder verschmutzt, weist sie auf unentwickelte Eigenschaften hin. Kräftige strahlende Farben bedeuten, dass dieser Mensch stark und kraftvoll ist. Schwache und trübe Schattierungen zeigen, dass es ihm an Kraft und Durchsetzungsvermögen mangelt.
Bedeutung einiger Aurafarben
Rot ist eine aktive, dynamische Energie. Menschen, die eine rote Aura haben, sind voller Gefühle. Sie sind leidenschaftlich, sinnlich, emotionsgeladen, haben einen starken Willen, viel Kraft, sind durchsetzungsfähig und lieben die Herausforderung und den Kampf. Helles Rot repräsentiert Erotik, sexuelle Liebesenergie und ein leidenschaftliches Naturell, während dunkles Rot auf Verdrängung, Blockaden, unterdrückte Gefühle und gestaute Energien wie Wut, Zorn oder sogar Böswilligkeit hindeutet, aber auch auf Impulsivität.
Rosa zeigt mütterliche Liebe, Sympathie, Verliebtheit und sinnliche Zärtlichkeit an. Diese Farbe sieht man besonders bei frisch Verliebten. Es stimmt also tatsächlich, wenn man sagt: „Verliebte sehen die Welt durch eine rosa Brille.“ Je mehr Rosa in Magenta übergeht, desto offener ist das Herz des betreffenden Menschen und desto stärker seine allgemeine Liebesfähigkeit.
Orange weist auf Kreativität und Schöpferkraft hin, aber auch auf Spannkraft, Entdeckungsfreude und Lebensfreude. Ein Mensch mit einer orangefarbenen Aura kann seine Ideen meist sehr gut praktisch umsetzen. Helles Orange zeigt einen fröhlichen, mutigen und optimistischen Menschen an, der Spaß am Leben hat und positiv denkt. Dunkles oder verschmutztes Orange zeigt an, dass sich der betreffende Mensch vom Leben überfordert fühlt und dass er von Eifersucht, Gier und Konkurrenzdenken geplagt wird.
Gelb hat immer mit dem Verstand und mentalen Funktionen zu tun. Reines Gelb zeigt einen durchgeistigten Intellekt und die Fähigkeit logisch zu denken an. Helles Gelb weist auf das sonnige Gemüt einer starken, idealistischen Persönlichkeit hin, die freundlich und hilfsbereit ist, während dunkles oder schmutziges Gelb auf ein ausgeprägtes Kontrollbedürfnis, egoistisches Denken und Misstrauen hindeutet.
Grün zeigt Ausgeglichenheit, Naturverbundenheit, Offenheit und Lebensfreude an. Helles Grün steht für die Bereitschaft, auf Neues zuzugehen und offen für das Unbekannte zu sein. Türkisgrün weist auf Heilfähigkeiten hin, während ein tiefes Grün Bodenständigkeit und Konservatismus, aber auch geistige Unbeweglichkeit und Konsumdenken anzeigt. Dunkles oder schmutziges Grün zeigt eine egoistische Persönlichkeit an, die andere Menschen benutzt und ausnutzt.
Blau hat mit dem spirituellen Aspekt des Daseins zu tun. Es zeigt innere Ruhe, Ausgeglichenheit, ein Gefühl des Geborgenseins, Gelassenheit sowie Nächstenliebe an. Helles Blau zeigt Geduld, Akzeptanz und Zufriedenheit an. Spirituell weit entwickelte Menschen haben oft eine klare, lichtblaue Aura. Tiefes inneres Wissen, Weisheit, Treue und Vertrauen zeigen sich in einem tiefdunklen Blau.
Braun weist immer auf niedere Einflüsse hin: Materialismus, Erdgebundenheit, Gewinnsucht, Gier, die Jagd nach materiellem Erfolg und das krankhafte Anhäufen von Besitz. Dumpfes, trübes Braun zeigt Geiz an.
Schwarz weist immer auf negative Eigenschaften hin, auf Blockaden, Störungen, Krankheiten und Probleme aller Art. Negative Gedanken, Depression, Trübsinn, Pessimismus, Hass und Rachsucht zeigen sich als schwarze Flecken in der Aura.
Die Aura und die Chakras
Die Aura und die Chakras sind untrennbar miteinander verbunden, denn die Chakras erzeugen die Energie, die wir in der Aura sehen. Das Sanskrit-Wort Chakra bedeutet nichts weiter als „Rad“, also etwas, das sich dreht. Und in der Tat kann man sich ein Chakra wie einen sich unablässig drehenden Trichter vorstellen, der aus der einen Richtung Energie aufnimmt und sie in die andere abstrahlt. Wenn ein Mensch gesund ist, drehen sich die Chakras ziemlich schnell und sind gut synchronisiert, was allerdings nicht heißt, dass sie sich alle in dieselbe Richtung drehen. Jedes Chakra hat nämlich seine eigene Drehrichtung und Drehgeschwindigkeit. Zu Problemen kommt es erst dann, wenn die Chakras nicht gut synchronisiert sind und nicht mehr harmonisch zusammenarbeiten. Ist das Energiegleichgewicht auf diese Weise gestört, kann es zu körperlichen oder geistigen Störungen kommen.
Wir haben sieben Hauptchakras, die entlang der Körperachse liegen und von denen jedes ganz bestimmte Aufgaben hat.
Das erste Chakra - Wurzelchakra - liegt in Höhe des Damms, also zwischen dem After und den Geschlechtsteilen. Bei der Frau dreht es sich links herum, beim Mann rechts herum. Das Wurzelchakra öffnet sich nach unten und empfängt Energie von unten. Seine Farbe ist Rot. Es korrespondiert mit den Nebennieren und wirkt auf den physischen und auf den ätherischen Körper. Dieses Chakra ist für die Lebenskraft zuständig, die wir aus der Erde aufnehmen. Wenn es richtig funktioniert, sind wir geerdet und stehen mit beiden Beinen fest auf „dem Boden der Tatsachen“. Durch dieses Chakra fließen Wut, Schmerz und Krankheiten nach unten ab.
((HIER ZEICHNUNG „DUL_CHAKRAS“ EINFÜGEN.))
Das zweite Chakra - Sakralchakra - befindet sich in Höhe der Geschlechtsorgane und öffnet sich trichterförmig nach vorn und hinten. Bei der Frau dreht es sich rechts, beim Mann links herum. Seine Farbe ist Orange. Es hat mit den Hoden und Eierstöcken zu tun. Wenn es nicht richtig funktioniert, wird der Mann nicht genügend lebensfähige Samen produzieren können und die Frau wird unfähig sein, zu empfangen oder Kinder auszutragen. Dieses Chakra muss besonders gepflegt werden, denn es ist auch für unsere Sexualenergie zuständig. Ist es verstopft, kann man sehr schnell krank werden. Um dauerhaft gesund zu bleiben, sollte man sexuell aktiv sein - auch im Alter.
Das dritte, das Solarplexus-Chakra liegt in Höhe des Solarplexus und öffnet sich ebenfalls nach vorn und hinten. Bei der Frau dreht es sich links, beim Mann rechts herum. Seine Farbe ist Gelb. Es hat mit der Bauchspeicheldrüse zu tun.
Das vierte Chakra - Herzchakra - befindet sich in Höhe des physischen Herzens in der Brustmitte. Bei der Frau dreht es sich rechts, beim Mann links herum. Es öffnet sich trichterförmig nach vorn und hinten. Seine Farbe ist Grün. Es hat mit der Thymusdrüse zu tun und wirkt auf die „höheren“ Gefühle wie Nächstenliebe, Mitgefühl, Herzlichkeit, Anteilnahme und Verständnis für die Nöte anderer Menschen. Nur aus dem Herzchakra kann reine Liebe kommen.
Das fünfte Chakra - Halschakra - liegt auf Höhe des Kehlkopfes. Bei der Frau dreht es sich links, beim Mann rechts herum. Es öffnet sich wie ein Trichter nach vorn und nach hinten und empfängt die Energie von vorn. Seine Farbe ist Blau. Es hat mit der Schilddrüse zu tun. Meistens zeigt Husten an, dass dieses Chakra nicht richtig arbeitet, weil es blockiert ist.
Viele von uns schlucken ihre bitteren Gefühle einfach hinunter, und dann bleibt ihnen vieles „im Hals stecken“. Daher sollten bittere Gedanken nie geschluckt, sondern immer gleich ausgesprochen werden. So kann sich ein Stau gar nicht erst bilden. Wenn wir Probleme ansprechen, solange sie noch klein sind, sind sie meistens auch noch leicht lösbar. Hingegen werden Probleme, die wir in uns hineinfressen, mit der Zeit immer größer, bis sie uns schließlich unlösbar erscheinen. Der griechische Philosoph Sokrates soll dazu sinngemäß gesagt haben: „Nicht, weil die Probleme so groß sind, scheuen wir vor ihnen zurück, sondern weil wir vor den Problemen zurückscheuen, erscheinen sie uns so groß.“
Das sechste Chakra - Stirnchakra - liegt in der Mitte der Stirn zwischen den Augenbrauen. Hier ist auch der Sitz des berühmten Dritten Auges. Dieses Chakra dreht sich bei der Frau rechts und beim Mann links herum. Es öffnet sich trichterförmig nach vorn und hinten und nimmt Energie von vorn auf. Seine Farbe ist Indigo. Es hat mit der Hirnanhangsdrüse zu tun. Hier ist der Sitz der Intuition, der Hellsichtigkeit, der inneren Wahrnehmung und des oft zitierten „sechsten Sinns“. Dieses Chakra ist wie eine Empfangsantenne für die geistige Welt, die uns Einblicke in ein größeres Universum gewährt.
Das siebte und letzte Chakra wird als Kronen- oder Scheitelchakra bezeichnet und befindet sich auf und über dem Kopf. Dieses Chakra dreht sich bei der Frau links, beim Mann rechts herum. Es öffnet sich trichterförmig nach oben und empfängt Prana von oben. Seine Farbe ist Violett. Das Scheitelchakra hat mit der Zirbeldrüse zu tun. Seine Funktion ist Spiritualität, geistige Erleuchtung und die Verbindung zum Göttlichen.
Die Chakras drehen sich also immer abwechselnd - bei der Frau von unten nach oben links, rechts, links, rechts, links, rechts, links. Und beim Mann von unten nach oben rechts, links, rechts, links, rechts, links, rechts.
Jedes Chakra hat, wie gesagt, nicht nur eine Öffnung, sondern zwei. Durch die trichterförmige Öffnung nach vorn nimmt es Energie auf, und durch die trichterförmige Öffnung nach hinten gibt es Energie ab. Ausnahmen bilden das Wurzelchakra, das Energie von unten aufnimmt und nach oben abstrahlt, und das Scheitelchakra, das Energie von oben aufnimmt und nach unten abgibt.
Wenn ein Chakra im Astralkörper beschädigt ist, verschwindet die Energie, statt dem physischen Körper zugute zu kommen. Die Schädigung wirkt sich zunächst nur auf die Aura aus, aber irgendwann äußert sich das Problem auch als Erkrankung im physischen Körper.
Schwerpunkt der Aura-Therapie ist es, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen und Probleme bereits auf der feinstofflichen Ebene zu beheben, also bevor sie sich als körperliche Krankheit manifestieren, die dann eventuell mit den gröberen Methoden der Chirurgie behandelt werden muss.
In der Aura-Therapie führen wir manchmal einem einzelnen Chakra gezielt Energie zu oder ziehen Energie daraus ab. Meistens arbeiten wir jedoch mit der ganzen Aura und gleichen so nicht nur Ungleichgewichte im Energiehaushalt aus, sondern stärken auch das Immunsystem. Der Körper weiß am besten, wo er gerade zusätzliche Energie benötigt und wohin er die von außen zugeführte Energie lenken soll.
Übung: Die eigene Aura stärken
Da sich die Auras aller Menschen ständig gegenseitig durchdringen, ist es wichtig, die eigene Aura zu stärken und schädliche Einflüsse abzuwehren. Diese einfache Übung eignet sich besonders für feinfühlige Menschen, die häufig unter unerklärlichen Symptomen wie Übelkeit, Schwindel, Kopf- oder Gliederschmerzen, Depressionen oder plötzlichem Energieverlust leiden, für die auch nach Abklärung mit einem Arzt keine körperlichen Ursachen feststellbar sind.
Stellen Sie sich aufrecht hin. Die Füße stehen etwa schulterbreit auseinander. Die Arme hängen locker an den Seiten herab.
Atmen Sie einmal stark durch den Mund aus und dann tief durch die Nase wieder ein. Wenn Sie anschließend erneut durch den Mund ausatmen, stellen Sie sich vor, dass der Atem zum ersten Chakra vor den Unterleib sinkt, dann eine Schleife macht und vor dem Körper bis zum Scheitelpunkt aufsteigt.
Anschließend atmen Sie wieder. Dann drücken Sie mit der zweiten Ausatmung den Schutzmantel vom Scheitelpunkt hinter dem Körper nach unten bis zu den Füßen.
Dann atmen Sie wieder ein. Mit der dritten Ausatmung drücken Sie den Schutzmantel von den Füßen wieder hoch bis zum Scheitelpunkt. Damit haben Sie eine dreifache Schutzschicht vor Ihren Chakras.
((HIER ZEICHNUNG „DUL_SCHUTZMANTEL.tif“ EINFÜGEN))
Wenn Sie sich in einer normalen Situation befinden, zum Beispiel im Bus oder in der U-Bahn, im Kaufhaus oder im Kino, also überall dort, wo viele Menschen versammelt sind, geben Sie diesem Schutzmantel eine hellblaue Farbe. Befinden Sie aber in einer eher anstrengenden Situation, zum Beispiel in einem Krankenhaus oder auf einem Friedhof, dann geben Sie Ihrem Schutzmantel eine starke blaue Farbe. Und wenn Sie sich in einer ganz schlimmen Situation befinden, wo viele gestörte Menschen zusammen sind, also zum Beispiel in einer Irrenanstalt oder in einem Gefängnis, versehen Sie den äußeren Schutzmantel zusätzlich mit reflektierendem Licht, also mit einem Spiegel. Natürlich muss die Spiegeloberfläche nach außen gerichtet sein.
Sie können gleich zu Beginn festlegen, wie lange Ihr Mantel halten soll. Zum Beispiel können Sie festlegen, dass sich der Schutzmantel gleich nach Verlassen des Kinos wieder auflösen soll. Oder Sie sagen: „Der Schutzmantel soll neunzig Minuten lang halten.“ Anschließend löst er sich von selbst auf. Natürlich können Sie diesen Schutzmantel auch zu jeder anderen Zeit wieder ablegen, indem Sie es einfach beschließen und aussprechen.
Literatur
Nina Dul: Aura-Therapie. Heilen mit dem Schwingungsfeld des Menschen. Ansata, München 2005
Nina Dul: Magenta: Das Licht der göttlichen Liebe. Heilung für Körper, Geist und Seele. Ansata, München 2007
Portrait
Nina Dul wurde 1950 in Südpolen geboren. Persönliche Schicksalsschläge ließen sie ihre Berufung im Heilen finden. Heute reist sie unermüdlich durch ganz Deutschland um Menschen zu behandeln. ARD, ZDF, Arte und Phoenix sendeten Beiträge über ihre Arbeit. Auf den Baseler Psi-Tagen beigeisterte sie Hunderte von Teilnehmern mit ihrer humorvollen, direkten und liebevollen - eben ganz und gar menschlichen - Art.
Kontakt: Gesundheit & Ganzheit (Daniela und Harald Ohrner); Ansbacher Straße 17; D-90616 Neuhof an der Zenn; Tel.: 0049 (0) 9107 - 92 42 57; E-Mail: hohrner@ninadul.de; Internet: www.ninadul.de
Frankfurter Ring e.V. (Brita Dahlberg); Oeder Weg 43; D-60318 Frankfurt am Main; Tel.: 0049 (0) 69 - 51 15 55; E-Mail: info@frankfurter-ring.de; Internet: www.frankfurter-ring.de


